Ein schiefes Bild fällt sofort ins Auge und ein Loch an der falschen Stelle ärgert lange. Dabei ist gerades Aufhängen keine Frage des Glücks, sondern der Vorbereitung. Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln und der richtigen Reihenfolge hängt jeder Rahmen und jedes Regal beim ersten Versuch dort, wo es hingehört.

Mit Papierschablone und Wasserwaage sitzt der
Mit Papierschablone und Wasserwaage sitzt der Rahmen beim ersten Versuch genau richtig.

Die richtige Höhe finden

Für einzelne Bilder gilt eine bewährte Faustregel: Die Mitte des Bildes sollte etwa auf Augenhöhe liegen, das sind rund einhundertfünfundvierzig bis einhundertfünfzig Zentimeter über dem Boden. In Esszimmern oder über dem Sofa darf es etwas tiefer sein, damit das Bild zum sitzenden Betrachter passt. Über Möbeln hältst du einen Abstand von etwa einer Handbreit zur Möbelkante.

Erst auf Papier, dann an die Wand

Lege den Rahmen auf ein Stück Zeitungspapier oder Packpapier und zeichne die Umrisse sowie die Position des Aufhängers nach. Dieses Papier klebst du mit etwas Kreppband an die Wand und rückst es zurecht. So siehst du sofort, ob die Position passt, ohne ein einziges Loch zu bohren. Anschließend bohrst du einfach durch das markierte Papier und reißt es danach ab.

Die Wasserwaage ist Pflicht

Nichts verrät ein schiefes Bild schneller als eine krumme Oberkante. Nutze eine Wasserwaage, um die Markierungen exakt waagerecht zu setzen. Hast du keine zur Hand, tut die Wasserwaagen-App auf dem Smartphone gute Dienste. Bei zwei Aufhängepunkten misst du den Abstand genau aus und überträgst ihn millimetergenau.

Werkzeug und Kniffe

  • Markiere Bohrlöcher mit einem Kreuz aus Kreppband, das verhindert, dass der Bohrer verläuft und der Putz ausbricht.
  • Bei zwei Löchern hilft ein Trick: Reibe die Schrauben oder Nägel mit etwas Zahnpasta ein, drücke den Rahmen an die Wand, und die Abdrücke zeigen dir die exakten Bohrpunkte.
  • Für schwere Bilder und Regale brauchst du passende Dübel je nach Wandart. In Gipskarton gehören spezielle Hohlraumdübel.
  • Kleine leichte Bilder halten auch mit Klebehaken, die keine Löcher hinterlassen.
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Tipp: Zeichne den Rahmen samt Aufhänger auf Packpapier, klebe es an die Wand und bohre einfach durch die Markierung, so bleibt die Wand ohne Fehlversuche heil.

Regale sicher und gerade

Bei Regalen ist die Waagerechte doppelt wichtig, sonst rollen Gegenstände oder es sieht schnell schief aus. Zeichne mit der Wasserwaage eine dünne Bleistiftlinie als Orientierung an die Wand und richte die Halterungen danach aus. Prüfe vor dem endgültigen Festziehen noch einmal mit der Wasserwaage, ob alles stimmt. Belaste ein neues Regal erst, wenn die Dübel richtig sitzen.

Mehrere Bilder als Gruppe

Willst du eine Bilderwand gestalten, lege die Rahmen zuerst auf dem Boden aus und probiere die Anordnung. Halte gleiche Abstände zwischen den Rahmen, meist wirken fünf bis acht Zentimeter harmonisch. Übertrage die fertige Anordnung dann mit der Papiermethode an die Wand. So vermeidest du Fehlversuche und die Gruppe wirkt wie aus einem Guss.

Eine dünne Bleistiftlinie mit der Wasserwaage
Eine dünne Bleistiftlinie mit der Wasserwaage sorgt dafür, dass das Regal wirklich waagerecht hängt.

Ohne Bohren an Miet- und Fliesenwänden

Nicht überall darfst oder willst du bohren. In Mietwohnungen, an Fliesen oder auf glatten Flächen helfen selbstklebende Bildaufhänger oder Klebestreifen, die sich rückstandslos wieder ablösen lassen. Achte dabei genau auf die angegebene Traglast und reinige die Fläche vorher mit etwas Alkohol, damit der Kleber richtig hält. Für schwerere Bilder eignen sich Klemmleisten oder Schienen an der Decke. So bleibt die Wand heil und du bist beim nächsten Umzug flexibel.

Mit Messen, Papier und Wasserwaage hängt am Ende alles gerade, und die Wand sieht aus wie vom Profi gehängt.