Das Gefrierfach ist einer der besten Helfer gegen Lebensmittelverschwendung. Richtig genutzt hält es Reste, Schnäppchen und Selbstgekochtes monatelang frisch. Doch beim Einfrieren gibt es einiges zu beachten, damit nichts an Geschmack verliert oder Gefrierbrand ansetzt. Mit ein paar einfachen Regeln holst du das Beste aus deinem Vorrat.

Luftdicht verpackt und in Portionen eingefroren
Luftdicht verpackt und in Portionen eingefroren, bleibt nichts trocken und alles taut schnell auf.

Luft ist der größte Feind

Gefrierbrand entsteht, wenn Luft an das Gefriergut kommt und ihm Feuchtigkeit entzieht. Die betroffenen Stellen werden trocken, ledrig und schmecken fad. Verpacke Lebensmittel deshalb luftdicht in Gefrierbeuteln oder gut schließenden Dosen und drücke möglichst viel Luft heraus. Ein Strohhalm hilft beim Aussaugen der letzten Luft aus dem Beutel, bevor du ihn verschließt.

In Portionen einfrieren

Friere immer in Portionen ein, die du auf einmal verbrauchst. Einmal aufgetaute Lebensmittel solltest du nicht wieder einfrieren, weil sich dabei Keime vermehren können. Kleine Portionen tauen zudem schneller auf. Suppen und Soßen frierst du praktisch in Eiswürfelformen oder Muffinformen vor und füllst die fertigen Portionen dann in einen Beutel.

Was sich gut einfrieren lässt

  • Brot, Brötchen und Kuchen, am besten in Scheiben oder Stücken.
  • Fleisch, Fisch und Geflügel, roh oder gegart.
  • Gemüse wie Erbsen, Bohnen oder Brokkoli, kurz blanchiert, bleibt so in Farbe und Vitaminen erhalten.
  • Beeren und Bananen, ideal für Smoothies.
  • Fertig gekochte Gerichte, Suppen und Soßen.
  • Frische Kräuter, gehackt in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl.
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Tipp: Sauge mit einem Strohhalm die letzte Luft aus dem Gefrierbeutel, bevor du ihn verschließt, denn Luft ist die Hauptursache für Gefrierbrand.

Was nicht ins Gefrierfach gehört

Nicht alles verträgt Kälte. Blattsalate, Gurken und Tomaten werden matschig, weil ihr hoher Wassergehalt beim Auftauen die Zellen zerstört. Gekochte Kartoffeln werden mehlig, rohe Eier in der Schale platzen. Sahne und Joghurt trennen sich oft, eignen sich also nur zum Weiterverarbeiten. Käse wird bröckelig, bleibt aber zum Überbacken brauchbar.

Beschriften nicht vergessen

Nichts ist ärgerlicher als unbekannte Klumpen im Eis. Beschrifte jede Packung mit Inhalt und Datum. So behältst du den Überblick und verbrauchst Ältestes zuerst. Als grobe Faustregel halten Gemüse und mageres Fleisch etwa ein Jahr, fettes Fleisch und Fisch einige Monate, gekochte Gerichte rund drei Monate. Nach längerer Zeit ist das Gefriergut nicht gefährlich, verliert aber an Qualität.

Richtig auftauen

Taue empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch am besten langsam im Kühlschrank auf und stelle sie dabei in eine Schale, um austretende Flüssigkeit aufzufangen. Das schont Geschmack und Struktur und hält Keime in Schach. Brot und Backwaren gelingen frisch, wenn du sie kurz im Ofen aufbackst.

Inhalt und Datum auf jeder Packung
Inhalt und Datum auf jeder Packung sorgen dafür, dass du Ältestes zuerst verbrauchst.

Das Gefrierfach richtig betreiben

Damit alles zuverlässig gefroren bleibt, sollte das Fach etwa minus achtzehn Grad halten. Lass Gekochtes vor dem Einfrieren abkühlen, denn warme Speisen erhöhen die Temperatur im Gerät und tauen Nachbarpackungen an. Fülle das Fach möglichst gut, ein volles Gefrierfach hält die Kälte besser und spart Strom. Taue das Gerät ab, sobald sich eine dicke Eisschicht bildet, denn Eis wirkt wie eine Dämmschicht und treibt den Verbrauch nach oben. Mit luftdichter Verpackung, sinnvollen Portionen und guter Beschriftung wird dein Gefrierfach zum verlässlichen Vorratslager, das Geld spart und Verschwendung verhindert.