Mülltrennung klingt einfach, sorgt im Alltag aber oft für Unsicherheit. Gehört der Joghurtbecher in den Gelben Sack, muss er ausgespült werden, und wohin mit dem Kassenbon? Wer die Grundregeln kennt, trennt schneller und sorgt dafür, dass mehr Material tatsächlich wiederverwertet wird.

Vier bis fünf Sammelstellen decken die
Vier bis fünf Sammelstellen decken die meisten Abfälle im Haushalt ab.

Die wichtigsten Tonnen im Überblick

In den meisten Haushalten gibt es vier bis fünf Sammelstellen. Diese Einteilung hilft bei der täglichen Entscheidung:

  • Gelber Sack oder Gelbe Tonne: Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen, etwa Becher, Folien und Konservendosen.
  • Altpapier: Zeitungen, Kartons, Papier und Pappe, aber kein beschichtetes oder stark verschmutztes Papier.
  • Glascontainer: Flaschen und Gläser, sortiert nach Weiß, Grün und Braun.
  • Biotonne: Speisereste, Obst, Gemüse, Kaffeesatz und Gartenabfall.
  • Restmüll: alles, was sich nicht recyceln lässt.
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Tipp: Verpackungen müssen nur löffelrein sein, nicht sauber gespült, denn das Recycling reinigt die Materialien ohnehin und du sparst Wasser.

Häufige Irrtümer

Viele Fehler passieren aus Gewohnheit. Der Kassenbon ist meist Thermopapier und gehört in den Restmüll, nicht ins Altpapier. Ein zerbrochenes Trinkglas darf nicht in den Glascontainer, denn es hat eine andere Schmelztemperatur als Flaschenglas. Es kommt in den Restmüll.

Auch die Frage nach dem Spülen sorgt für Verwirrung. Verpackungen müssen nicht sauber gewaschen, sondern nur löffelrein sein. Ein grober Rest ist unkritisch, denn das Recycling reinigt die Materialien ohnehin. Wasser und Spülmittel zu verschwenden ist hier unnötig.

Sonderfälle richtig entsorgen

Manche Dinge gehören in keine der Haustonnen. Altbatterien geben Schadstoffe ab und gehören in die Sammelboxen im Handel. Alte Medikamente entsorgst du je nach Region über den Restmüll oder die Apotheke, niemals über die Toilette. Elektrogeräte, Energiesparlampen und Farbreste bringst du zum Wertstoffhof.

Kork, Kerzenreste und Windeln landen im Restmüll. Pizzakartons gehören nur ins Altpapier, wenn sie nicht durchgefettet sind, sonst stören sie das Recycling.

In den Gelben Sack kommen Verpackungen
In den Gelben Sack kommen Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen.

Trennen leichter machen

Wer die Trennung nah am Entstehungsort einrichtet, hält sie durch. Stell in der Küche mehrere kleine Behälter auf, damit du nicht durch die Wohnung laufen musst. Ein Aufkleber mit den lokalen Regeln hilft besonders in Wohngemeinschaften. Die genauen Vorgaben unterscheiden sich je nach Kommune, ein Blick auf die Seite deines Entsorgers schafft im Zweifel Klarheit. So wird Trennen zur Selbstverständlichkeit und wertvolle Rohstoffe bleiben im Kreislauf.