Das Schülerpraktikum ist für viele der erste Kontakt mit der Arbeitswelt. Es zeigt dir, ob ein Beruf zu dir passt, und bringt dir Erfahrungen, die in keinem Schulbuch stehen. Der Weg dorthin führt über eine Bewerbung. Die muss nicht perfekt sein, aber ordentlich, ehrlich und ohne Flüchtigkeitsfehler.

Früh anfangen und passende Betriebe finden
Beliebte Plätze sind schnell vergeben, also kümmere dich mehrere Monate vorher. Überlege, was dich wirklich interessiert, und suche gezielt Betriebe in deiner Nähe. Frag auch im Bekanntenkreis nach, denn viele Praktika entstehen über persönliche Kontakte. Ein kurzer Anruf klärt oft schneller als eine Mail, ob ein Betrieb überhaupt Praktikanten nimmt.
Das Anschreiben
Das Anschreiben passt auf eine Seite und beantwortet drei Fragen: Wer bist du, warum willst du gerade hier ein Praktikum und was bringst du mit. Sprich die Ansprechperson mit Namen an, wenn du ihn kennst. Schreibe konkret, warum dich der Betrieb reizt. Ein Satz wie ich interessiere mich schon lange für Technik und möchte den Alltag in Ihrer Werkstatt kennenlernen wirkt echter als leere Standardfloskeln.
Der Lebenslauf
Der Lebenslauf ist übersichtlich und tabellarisch. Er enthält:
- Name, Adresse, Telefonnummer und seriöse E-Mail-Adresse
- deine Schullaufbahn mit aktueller Klasse
- Hobbys, Sprachkenntnisse und besondere Fähigkeiten
- ein freundliches, ordentliches Foto ist möglich, aber kein Muss
Achte auf eine E-Mail-Adresse, die aus deinem Namen besteht. Spitznamen aus der fünften Klasse wirken unseriös.
Fehlerfrei und ordentlich
Rechtschreibfehler sind der häufigste Grund, warum eine Bewerbung aussortiert wird. Lies alles mehrmals und lass jemanden gegenlesen. Verschicke die Unterlagen als sauberes PDF, nicht als lose Handyfotos. Der Betreff der Mail sagt klar, worum es geht, zum Beispiel Bewerbung um ein Schülerpraktikum im März.
Das Telefonat und das Gespräch
Wenn du anrufst, leg dir vorher zurecht, was du sagen willst. Nenne deinen Namen, deine Schule und dein Anliegen. Sei freundlich und geduldig. Kommt es zu einem Gespräch, zieh dich ordentlich an und komm pünktlich, besser zehn Minuten zu früh. Stelle ein oder zwei Fragen zum Betrieb, das zeigt echtes Interesse.

Nach der Absage weitermachen
Nicht jede Bewerbung führt zum Erfolg, und das ist normal. Ein voller Betrieb hat nichts mit dir zu tun. Schreib einfach den nächsten Betrieb an. Wer fünf oder sechs Bewerbungen verschickt, bekommt fast immer eine Zusage. Und jede Bewerbung, die du schreibst, macht die nächste leichter. Diese Übung zahlt sich später bei der Ausbildungs- oder Studienplatzsuche doppelt aus.