Sobald du für ein Referat, eine Facharbeit oder einen Aufsatz fremde Gedanken verwendest, musst du sie kennzeichnen. Das ist keine Formsache, sondern eine Frage der Ehrlichkeit. Wer fremde Texte als eigene ausgibt, riskiert eine Sechs und im Studium sogar den Rauswurf. Zum Glück ist richtiges Zitieren schnell gelernt.

Ein wörtliches Zitat gehört in Anführungszeichen
Ein wörtliches Zitat gehört in Anführungszeichen und bleibt Wort für Wort unverändert.

Direkt oder indirekt

Beim direkten Zitat übernimmst du einen Satz wörtlich und setzt ihn in Anführungszeichen. Ändere dabei kein einziges Wort. Beim indirekten Zitat gibst du eine fremde Idee mit eigenen Worten wieder. Auch dann brauchst du einen Beleg, denn der Gedanke stammt nicht von dir. Als Faustregel gilt: Nutze wörtliche Zitate sparsam und formuliere lieber selbst.

Die Fußnote als Herzstück

Hinter jedes Zitat setzt du eine hochgestellte Zahl, die auf eine Fußnote am Seitenende verweist. Dort steht die Quelle mit Autor, Titel, Jahr und Seite. Für eine Wiederholung derselben Quelle genügt eine Kurzform. Wichtig ist, dass jeder Leser die Stelle im Original wiederfinden könnte.

Das Literaturverzeichnis

Am Ende der Arbeit listest du alle verwendeten Quellen alphabetisch nach Nachnamen auf. Eine übliche Reihenfolge ist:

  • Nachname, Vorname des Autors
  • Titel des Werks
  • Verlag und Erscheinungsort
  • Jahr der Veröffentlichung
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Tipp: Lege dir schon beim Recherchieren ein Quellenblatt an und notiere zu jedem kopierten Textbaustein sofort die Herkunft, dann rutschst du nie versehentlich in ein Plagiat.

Bei Internetquellen gehören die vollständige Adresse und das Datum deines Zugriffs dazu, denn Webseiten ändern sich. Halte dich an eine einzige Zitierweise und ziehe sie konsequent durch.

Internetquellen richtig prüfen

Nicht jede Seite taugt als Beleg. Frag dich, wer den Text geschrieben hat und ob die Person Ahnung vom Thema hat. Offizielle Stellen, Universitäten und seriöse Medien sind meist zitierfähig. Anonyme Blogs und Foren dagegen selten. Wikipedia hilft beim Verstehen, gehört aber nicht ins Literaturverzeichnis. Nutze lieber die Quellen, die dort unten verlinkt sind.

Plagiate ohne Absicht vermeiden

Die meisten Plagiate entstehen aus Schlamperei, nicht aus böser Absicht. Wer beim Recherchieren Textbausteine kopiert und später vergisst, woher sie stammen, gerät schnell in die Falle. Lege dir deshalb sofort ein Quellenblatt an. Notiere zu jedem Fund die vollständigen Angaben, bevor du weiterliest. So weißt du am Ende immer, welcher Gedanke von wem stammt.

Die Fußnote am Seitenende verrät mit
Die Fußnote am Seitenende verrät mit Autor, Titel, Jahr und Seite, woher ein Gedanke stammt.

Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung

Sauberes Zitieren kostet pro Beleg vielleicht eine Minute. Diese Minute schützt dich vor Punktabzug und zeigt der Lehrkraft, dass du gründlich gearbeitet hast. Eine Arbeit mit klaren Quellen wirkt sofort seriöser als ein Text, bei dem unklar bleibt, was eigene Leistung ist und was übernommen wurde. Wer sich früh an diese Sorgfalt gewöhnt, hat später im Studium einen echten Vorsprung, denn dort wird noch strenger geprüft.