Kopfrechnen wirkt in Zeiten des Handys altmodisch, ist aber unglaublich praktisch. Im Supermarkt, beim Trinkgeld oder in der Mathearbeit, in der der Taschenrechner verboten ist, hilft dir ein flinker Kopf sofort. Und das Beste: Schnelles Rechnen ist reine Übungssache. Mit ein paar Tricks kommst du erstaunlich weit.

Große Aufgaben werden leicht, wenn du
Große Aufgaben werden leicht, wenn du sie in Zehner und Einer zerlegst und Schritt für Schritt addierst.

Zahlen zerlegen

Große Aufgaben werden leichter, wenn du sie in Teile zerlegst. Statt 47 plus 38 auf einmal zu rechnen, addierst du erst die Zehner und dann die Einer. 40 plus 30 sind 70, dazu 7 plus 8 macht 15, zusammen 85. Dieses Zerlegen ist die Grundlage fast aller Kopfrechentricks und funktioniert bei fast jeder Aufgabe.

Runden und ausgleichen

Bei Zahlen nahe an einer runden Zahl lohnt sich ein Umweg. Um 99 zu addieren, rechnest du plus 100 und ziehst dann 1 wieder ab. So wird aus einer krummen Aufgabe eine einfache. Genauso rechnest du mal 9, indem du mal 10 nimmst und einmal die Zahl abziehst. 7 mal 9 ist also 70 minus 7, gleich 63.

Ein paar Tricks, die sich lohnen

  • mal 5: die Zahl mal 10 nehmen und halbieren
  • mal 4: zweimal verdoppeln
  • mal 11 bei zweistelligen Zahlen: die beiden Ziffern auseinanderziehen und ihre Summe in die Mitte setzen
  • Prozente: 10 Prozent ist die Zahl geteilt durch 10, daraus baust du den Rest
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Tipp: Übe die Einmaleins-Reihen, die dir schwerfallen, gezielt fünf Minuten am Tag mit Karteikarten oder einer App, nach zwei Wochen kommen die Ergebnisse fast von selbst.

Diese Kniffe klingen erst umständlich, sitzen aber nach ein paar Tagen und sparen dann echt Zeit.

Das kleine Einmaleins sicher können

Ohne das Einmaleins bleibt Kopfrechnen zäh. Wer die Reihen bis zur Zehn im Schlaf beherrscht, hat das Fundament. Übe die Reihen, die dir schwerfallen, gezielt mit Karteikarten oder einer App. Fünf Minuten am Tag reichen. Nach zwei Wochen kommen die Ergebnisse fast von selbst, ohne dass du überlegen musst.

Prozente und Trinkgeld im Alltag

Viele Alltagssituationen sind reines Kopfrechnen. Beim Rabatt von 20 Prozent nimmst du ein Fünftel des Preises weg. Beim Trinkgeld rechnest du 10 Prozent und legst je nach Wunsch etwas drauf. Wer solche Rechnungen im Alltag bewusst übt, wird ganz nebenbei sicherer und braucht das Handy immer seltener.

Schon an der Kasse die Summe
Schon an der Kasse die Summe des Einkaufs mitzurechnen trainiert deinen Kopf ganz nebenbei.

Spielerisch dranbleiben

Kopfrechnen wird besser, je öfter du es einbaust. Rechne die Summe deines Einkaufs schon an der Kasse mit. Addiere Autokennzeichen im Stau. Nutze eine Rechen-App als kleines tägliches Spiel. Diese kurzen Einheiten trainieren dein Gehirn wie ein Muskel. Nach kurzer Zeit wirst du merken, dass du Aufgaben löst, für die du früher automatisch zum Taschenrechner gegriffen hast.