Viele bleiben ihrem Girokonto jahrelang treu, obwohl es teuer ist oder schlechten Service bietet. Der Grund ist meist die Sorge vor dem Aufwand. Dabei ist ein Kontowechsel heute so einfach wie nie, denn ein gesetzlicher Wechselservice nimmt dir die meiste Arbeit ab.

Versteckte Kontoführungs- und Automatengebühren summieren sich
Versteckte Kontoführungs- und Automatengebühren summieren sich schnell auf fünfzig bis hundert Euro im Jahr.

Wann sich der Wechsel lohnt

Ein neues Konto kann sich schnell auszahlen. Prüfe dein aktuelles Konto auf diese Punkte:

  • Monatliche Kontoführungsgebühren, die sich übers Jahr summieren
  • Gebühren für die Girocard oder Kreditkarte
  • Kosten für Bargeldabhebungen an fremden Automaten
  • Ein hoher Dispozins, den du regelmäßig zahlst
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Tipp: Lass das alte Konto noch einige Wochen parallel laufen und schließe es erst, wenn wirklich keine Buchungen mehr eintreffen.

Es gibt zahlreiche kostenlose Konten mit gutem Automatennetz. Der Unterschied kann leicht fünfzig bis hundert Euro im Jahr ausmachen.

Das richtige Konto finden

Vergleich nicht nur die Gebühr, sondern auch, was du wirklich brauchst. Hebst du oft Bargeld ab, zählt ein dichtes Automatennetz. Reist du viel, ist gebührenfreies Zahlen im Ausland Gold wert. Achte darauf, ob Bedingungen wie ein Mindestgeldeingang gelten, damit das Konto dauerhaft kostenlos bleibt.

Der gesetzliche Wechselservice

Seit einigen Jahren sind Banken verpflichtet, dir beim Umzug zu helfen. Die neue Bank informiert auf Wunsch alle Zahlungspartner über deine neue Kontonummer und richtet Daueraufträge und Lastschriften ein. Du musst also nicht jedem Vertragspartner einzeln hinterherlaufen. Das spart Zeit und verhindert vergessene Zahlungen.

Schritt für Schritt zum neuen Konto

  1. Neues Konto eröffnen und den Wechselservice beauftragen
  2. Arbeitgeber und regelmäßige Zahlungspartner über die neue Nummer informieren lassen
  3. Alle Daueraufträge und Lastschriften übertragen
  4. Das alte Konto einige Wochen parallel laufen lassen
  5. Erst schließen, wenn keine Buchungen mehr eintreffen

Die häufigsten Stolperfallen

Kündige das alte Konto nicht zu früh. Manche Zahlungen, etwa jährliche Beiträge, laufen selten und werden leicht übersehen. Prüfe auch, ob an das alte Konto ein Bausparvertrag oder ein Wertpapierdepot gekoppelt ist. Ein negativer Saldo muss vor der Schließung ausgeglichen sein.

Der gesetzliche Wechselservice informiert deine Zahlungspartner
Der gesetzliche Wechselservice informiert deine Zahlungspartner und überträgt Daueraufträge fast von allein.

Dein Konto, deine Wahl

Ein Girokonto ist ein Alltagswerkzeug, kein Ehebund. Wenn dein Anbieter zu teuer ist oder schlechten Service bietet, hast du jedes Recht zu wechseln. Der Aufwand von ein bis zwei Stunden zahlt sich Jahr für Jahr aus. Betrachte den Wechsel als kleine Aufräumaktion in deinen Finanzen, die sich sofort bemerkbar macht.