Bei einem längeren Stromausfall oder einer Katastrophe kann die Wasserversorgung schnell zusammenbrechen. Ohne Strom laufen viele Pumpwerke nicht mehr, und aus dem Hahn kommt nichts. Neben Trinkwasser wird dann auch Hygiene zum Thema. Gerade wenn viele Menschen auf engem Raum sind, verbreiten sich Krankheiten sonst rasend schnell. Mit etwas Vorbereitung bleibst du trotzdem sauber und gesund.

Ein Handdesinfektionsgel mit mindestens 60 Prozent
Ein Handdesinfektionsgel mit mindestens 60 Prozent Alkohol ersetzt das Händewaschen, wenn kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt.

Hände sauber halten

Händehygiene ist der wichtigste Schutz vor Krankheiten. Ohne fließendes Wasser helfen Desinfektionsmittel und Feuchttücher. Ein Handdesinfektionsgel gehört in jeden Notvorrat, weil es kaum Platz braucht und lange haltbar ist.

  • Desinfektionsgel mit mindestens 60 Prozent Alkohol bevorraten.
  • Feuchttücher und Küchenrolle für die grobe Reinigung.
  • Bei knappem Wasser eine kleine Flasche zum sparsamen Übergießen nutzen.
  • Vor allem vor dem Essen und nach der Toilette reinigen.
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Tipp: Leg die Toilette mit einem stabilen Müllbeutel aus und streu nach jedem Gang etwas Katzenstreu darüber, das bindet Gerüche und Keime zuverlässig.

Körperpflege mit wenig Wasser

Eine komplette Dusche ist im Notfall Luxus. Für die Körperpflege reicht eine Katzenwäsche mit einem feuchten Waschlappen und etwas Seife. Konzentriere dich auf Gesicht, Achseln, Hände und Intimbereich. Trockenshampoo hält die Haare frisch, und feuchte Tücher erfrischen zwischendurch. Zähne putzt du sparsam mit einem kleinen Schluck Wasser.

Die Toilettenfrage lösen

Wenn die Spülung nicht mehr funktioniert, wird die Toilette schnell zum Problem. Kippe niemals kostbares Trinkwasser hinein. Stattdessen kannst du die Toilette mit einem stabilen Müllbeutel auslegen, den du nach jedem Gang mit etwas Katzenstreu oder Sägemehl bestreust, um Gerüche und Keime zu binden. Verschließe den Beutel und lagere ihn geruchsdicht bis zur Entsorgung.

Wer vorsorgen will, hält Campingtoilette, Müllbeutel und Bindemittel wie Katzenstreu bereit. Das klingt banal, ist aber im Ernstfall Gold wert und verhindert, dass sich Krankheiten über verunreinigte Abfälle ausbreiten.

Müll und Abfall im Griff behalten

Ohne funktionierende Müllabfuhr sammelt sich schnell allerlei an. Trenne organischen Abfall vom Rest und verschließe ihn dicht, damit keine Fliegen und Ratten angelockt werden. Bewahre Müll außerhalb der Wohnräume auf, an einem kühlen Ort. Halte den Aufenthaltsbereich sauber und wische Oberflächen mit Desinfektionsmittel ab.

Wasser klug einteilen

Wenn Wasser knapp ist, entscheidet die richtige Reihenfolge. Trinkwasser hat immer Vorrang, danach kommt die Zubereitung von Essen, erst zuletzt die Reinigung. Nutze das Wasser mehrfach, indem du zum Beispiel das Wasser vom Händewaschen anschließend zum groben Wischen verwendest. Sammle Regenwasser in sauberen Behältern für Reinigungszwecke, damit du dein Trinkwasser schonst. Schon mit wenigen Litern pro Tag lässt sich ein ordentlicher Hygienestandard halten, wenn du bewusst damit umgehst.

Gesammeltes Regenwasser in sauberen Behältern schont
Gesammeltes Regenwasser in sauberen Behältern schont dein kostbares Trinkwasser für Reinigungszwecke.

Kleines Hygieneset für den Notfall

Ein durchdachtes Set nimmt kaum Platz weg und macht im Ernstfall den Unterschied.

  • Desinfektionsgel, Seife und Feuchttücher.
  • Toilettenpapier und stabile Müllbeutel.
  • Katzenstreu oder Sägemehl als Bindemittel.
  • Zahnbürste, Zahnpasta und Trockenshampoo.
  • Bei Bedarf Monatshygieneartikel und Medikamente.

Hygiene ist im Ausnahmezustand kein Luxus, sondern aktiver Gesundheitsschutz. Wer sauber bleibt, beugt Durchfall, Infektionen und Ungeziefer vor und bewahrt sich obendrein ein Stück Normalität. Genau das gibt in einer schwierigen Lage Kraft und Zuversicht.