Ein plötzlicher Schneesturm, eine gesperrte Autobahn oder ein Unfall vor dir, und schon steckst du fest. Jedes Jahr geraten Menschen genau so in eine gefährliche Lage. Der wichtigste Grundsatz lautet: Bleib im Auto. Es schützt dich vor Wind und Kälte und ist für Rettungskräfte leichter zu finden als eine Person, die im Schneetreiben zu Fuß losgeht.

Bleib bei einem Schneesturm im Auto
Bleib bei einem Schneesturm im Auto, denn es schützt dich vor der Kälte und ist für Rettungskräfte leichter zu finden.

Sofort das Richtige tun

Sobald du merkst, dass es nicht weitergeht, schaffe Sicherheit. Schalte die Warnblinkanlage ein und stelle, wenn möglich, das Warndreieck auf. So sehen dich andere Fahrer rechtzeitig.

  • Motor nur kurz und ab und zu laufen lassen, um zu heizen.
  • Vor dem Heizen prüfen, ob der Auspuff frei von Schnee ist.
  • Ein Fenster einen Spalt öffnen, damit frische Luft nachströmt.
  • Warnweste anziehen, bevor du das Auto verlässt.
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Tipp: Lass den Motor nur etwa zehn Minuten pro Stunde laufen und halte den Auspuff schneefrei, damit sich keine giftigen Abgase im Innenraum sammeln.

Der freie Auspuff ist überlebenswichtig. Ist er zugeschneit, sammeln sich giftige Abgase im Innenraum. Räume ihn deshalb regelmäßig frei, solange der Motor läuft.

Wärme clever nutzen

Lass den Motor nicht dauerhaft laufen, sonst geht der Sprit schnell aus. Zehn Minuten heizen pro Stunde reichen oft, um den Innenraum erträglich zu halten. Zwischendurch hilft Bewegung. Reibe Hände, kreise mit den Armen und bewege die Zehen, um die Durchblutung anzuregen.

Alles, was wärmt, kommt jetzt zum Einsatz. Eine Decke, der Wintermantel, sogar Fußmatten oder Zeitungspapier isolieren gegen die Kälte. Setze eine Mütze auf, weil über den Kopf viel Wärme verloren geht. Kuschelt euch bei mehreren Personen zusammen, das spart Energie und Wärme.

Sichtbar bleiben

Damit dich Rettungskräfte finden, mach auf dich aufmerksam. Ein helles Tuch an der Antenne oder am Fenster fällt im Schnee auf. Nutze bei Dunkelheit kurz die Innenbeleuchtung als Signal. Schalte das Handy aus, wenn du es nicht brauchst, und spare den Akku für den Notruf und Standortmeldungen.

Vorbereitung im Winter

Die halbe Miete ist ein gut ausgestattetes Auto. Wer im Winter längere Strecken fährt, sollte immer ein kleines Notfallset dabei haben.

  • Warme Decke, Mütze und Handschuhe.
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien.
  • Kleiner Snackvorrat und Wasser.
  • Handyladekabel fürs Auto und eine Powerbank.
  • Kleine Schneeschaufel und Eiskratzer.

Nur im Notfall zu Fuß

Verlasse das Auto nur, wenn du sicher weißt, dass Hilfe in Reichweite ist und der Weg sicher erscheint. Im Schneesturm verliert man schnell die Orientierung, und die Kälte zehrt rasch an den Kräften. In den meisten Fällen ist Abwarten die klügere Entscheidung. Halte durch, bleib warm und vertrau darauf, dass Räumdienst oder Rettung kommt.

Eine warme Decke, Taschenlampe, Snacks und
Eine warme Decke, Taschenlampe, Snacks und eine Powerbank im Kofferraum machen im Winter den entscheidenden Unterschied.

Vor der Fahrt vorsorgen

Die meisten Notlagen lassen sich schon vor der Abfahrt entschärfen. Prüfe bei Schneewarnung, ob die Fahrt wirklich nötig ist, und verschiebe sie im Zweifel. Tanke vor langen Winterstrecken voll, denn ein voller Tank bedeutet länger Wärme und weniger Kondenswasser in der Leitung. Sag jemandem Bescheid, welche Route du fährst und wann du ankommen willst. So weiß im Ernstfall jemand, wo er nach dir suchen muss, und die Rettung beginnt schneller.