Ohne Nahrung übersteht der Mensch viele Tage, ohne Wasser nur wenige. Das macht die Suche nach sauberem Trinkwasser in der Natur zur vielleicht wichtigsten Überlebensfähigkeit überhaupt. Doch nicht jedes Wasser, das man findet, ist auch trinkbar. Wer weiß, wo er Wasser findet und wie er es aufbereitet, ist anderen klar im Vorteil.

Dieses Wissen kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen, und es ist schnell gelernt.

Wasser in der Natur
Sauberes Wasser ist in der Natur nicht selbstverständlich.

Wasser finden

  • Fließendes Wasser: klare Bäche sind meist besser als stehende Tümpel.
  • Tau und Regen: lassen sich mit einem Tuch oder einer Plane auffangen.
  • Tälern folgen: Wasser sammelt sich an den tiefer gelegenen Stellen.
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Tipp: Trinke gefundenes Wasser niemals ungefiltert und ungekocht. Das Abkochen ist die sicherste Methode, um gefährliche Krankheitserreger zuverlässig abzutöten.
Bach
Abkochen macht gefundenes Wasser sicher.

Warum die Reinigung lebenswichtig ist

Selbst klares, sauber aussehendes Wasser kann unsichtbare Keime enthalten, die schwere Krankheiten auslösen. Gerade in einer Notlage wäre das fatal, denn Durchfall und Erbrechen entziehen dem Körper noch mehr Flüssigkeit. Deshalb gilt: Erst reinigen, dann trinken. Lieber etwas Aufwand als ein gefährliches Risiko.

Wer diese Regel beherzigt, schützt sich vor der größten Gefahr, die von gefundenem Wasser ausgeht.

Wasser richtig reinigen

Filtere das Wasser zuerst grob durch ein Tuch, um Schwebstoffe zu entfernen, und koche es dann mindestens einige Minuten ab. So machst du es trinkbar. Eine kleine Filterflasche im Rucksack ist eine sinnvolle Ergänzung. Mit diesem Wissen bist du in der Natur deutlich sicherer unterwegs.